PFAS und Fluorpolymere im Fokus: KI-gestützte Substitutionsbewertung für Industrieanwendungen
Motivation und Hintergrund
Fluorpolymere verfügen über Eigenschaften wie hohe thermische, chemische und mechanische Beständigkeit und werden deshalb in vielen anspruchsvollen technischen Anwendungen eingesetzt – unter anderem in Dichtungen, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Medizintechnik. In zahlreichen Fällen erfüllen sie Anforderungen, die von anderen bekannten Hochleistungspolymeren bislang nur eingeschränkt oder gar nicht erreicht werden können.
Gleichzeitig werden Fluorpolymere im Zusammenhang mit möglichen PFAS‑Emissionen entlang der Produktkette – etwa bei Herstellung, Verarbeitung oder Entsorgung – sehr kritisch diskutiert. Vor diesem Hintergrund stellt sich zunehmend die Frage, wie und unter welchen Bedingungen Fluorpolymere in bestimmten Anwendungen durch alternative Werkstoffe ersetzt werden können.
Für viele Anwendungen existieren allerdings derzeit noch keine geeigneten Alternativen, während für andere Anwendungen eine Substitution grundsätzlich möglich oder denkbar erscheint. Die Bewertung dieser Substituierbarkeit ist vor allem für Fluorpolymere ein komplexer, zeit‑ und ressourcenintensiver Prozess, der eine individuelle Betrachtung entlang der gesamten Produkt‑ und Wertschöpfungskette erfordert.
Hier setzt FLUORBEST an: Das Projekt adressiert genau diese Problemstellung und schafft eine (Daten-)Grundlage und eine Methodik für nachvollziehbare Einschätzungen hinsichtlich der Substitutierbarkeit von Fluorpolymeren.
Fraunhofer-Gesellschaft mit ihren Instituten LBF, IWM, IFAM und ITEM